Ansprüche rauf. Zahlungsmoral runter
Analyse und Ergebnisse der DATAPART Expertenumfrage
In der Fahrschulbranche wird selten gerne über Geld gesprochen. Schon gar nicht über die Summen, die fehlen. Das ist ein Fehler, der auch wirtschaftliche Folgen nach sich zieht. Wie akut das Thema ist, zeigt die DATAPART-Expertenbefragung.
Wenn man sich mit Fahrschulinhabern über ihre Fahrschüler unterhält, erhält man oft zögerliche Antworten. Vor allem, wenn man sich nach dem Zahlungsverhalten ihrer Schützlinge erkundigt. Dabei spricht diese Zurückhaltung durchaus für die Inhaberinnen und Inhaber. Sie gehen eben rücksichtsvoll mit den Jugendlichen um, die sie auf dem Weg zum Führerschein begleiten. Auch, weil sie sich um ihre Position als Pädagogen Sorgen machen.
„Da ist ja auch die Motivation des Fahrschülers, weil man macht ihn ja auch irgendwie klein. Das ist unangenehm, wenn man jemanden zum Zahlen auffordert, der gerade nicht kann“, sagt ein Fahrschulinhaber. Ein anderer ergänzt: „Im Zweifel ist der Schüler mein Nachbar. Mit dem möchte ich gar nicht darüber reden, dass ich vielleicht noch Geld von ihm bekomme.“ Tatsächlich ist die Scheu, über Geld zu sprechen, in der Branche weit verbreitet. Gerade bei dem Teil des Geldes, das man noch nicht in der Tasche hat, das einem aber längst zusteht.
Umfrage belegt: Die Zahlungsmoral lässt nach
Die Ergebnisse der DATAPART-Expertenbefragung zeigen, wie akut das Problem der erodierenden Zahlungsmoral den Fahrschulen auf den Nägeln brennt. Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, dass die Zahlungsmoral über die Jahre hinweg schlechter geworden ist. Nur etwa 9 Prozent waren der Meinung, dass sie besser geworden sei. Die Befragung wurde im Herbst 2025 durchgeführt. Sie gilt als die traditionsreichste Umfrage in der deutschen Fahrschulbranche.
Die Erwartungen an Fahrschulen sind gestiegen
Andererseits sind rund 66 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Fahrschüler von heute höhere Ansprüche stellen als früher. Nur rund sieben Prozent sind der Meinung, dass Fahrschüler unkomplizierter als früher sind. Aus Sicht der Fahrschulen kann dies durchaus zum Problem werden. Schließlich benötigt eine Fahrschule eine sichere finanzielle Grundlage, um sich im Qualitätswettbewerb weiter zu verbessern. Sei es beim Fahrschülerservice, bei digitalen Lösungen, beim Fuhrpark oder bei der entsprechenden Entlohnung pädagogischer Fachkräfte. Immer mehr Fahrschulen geraten an dieser Stelle in eine Zwickmühle. Einerseits nachlassende Zahlungsmoral, andererseits steigende Ansprüche.
Fahrschulen, die mit DATAPART arbeiten, haben sich aus dieser misslichen Lage befreit. Sie erhalten die verdienten Summen zuverlässig zweimal im Monat auf ihr Konto überwiesen. Lästige Gespräche über Geld gehören ebenfalls der Vergangenheit an – im sicheren Wissen, dass die Fahrschüler bei DATAPART eine Ansprechperson haben, die mit den Fahrschülern ebenso vertrauensvoll umgeht, wie die pädagogischen Fachkräfte es in ihren Schulungseinheiten tun.
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Christian Kohler
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