4 Tipps zur Vorbereitung von Einstellungsgesprächen

25. Mai 2023

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Christian Kohler
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Die Fahrschulbranche hat sich verändert. Die Einstellungsgespräche auch. Darum sollten sich Fahrschul-Verantwortliche gründlich vorbereiten, wenn sie Bewerbungsgespräche führen. Gefragt ist eine gute Balance von kritischen Fragen und Werbung für die eigene Fahrschule.

Die meisten Fahrschulen beklagen, dass auf dem Arbeitsmarkt kaum gute Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer zur Verfügung stehen. So gesehen ist es für einen Fahrschulverantwortlichen eine große Chance, wenn er ein Bewerbungsgespräch mit einer aussichtsreichen Kandidatin oder einem Kandidaten führt. Im Gegensatz zu früher hat sich allerdings das Kräfteverhältnis verlagert. Längst ist die Kandidatenseite in der besseren Position. Bewerberinnen und Bewerber wissen, dass sie gefragt sind. Dieses Wissen sollte unter keinen Umständen dazu führen, dass man sich als Verantwortlicher die kritischen Fragen verkneift. Gründliche Vorbereitung hilft. Diese vier Punkte helfen, sich gründlich vorzubereiten.

1. Entspannt bleiben

Zum Vorteil der bewerbenden Person und zum Vorteil der Fahrschule sollte man für eine entspannte Atmosphäre sorgen. Die klassische Sitzordnung – direkt gegenüber wie bei einem polizeilichen Verhör – ist nicht empfehlenswert. Nehmen Sie sich Zeit. Suchen Sie sich einen angemessenen Platz aus: an einem runden Tisch, über Eck oder in einer entspannten Sitzgruppe. Etwas Smalltalk zu Beginn unterstreicht die lockere Atmosphäre. Getränke oder ein kleiner Snack stehen bereit. Der Fahrschulalltag bleibt draußen. Dieses Gespräch könnte wichtiger sein als jede kurzfristige Frage einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters.

2. Alles abhaken

Als Fahrschulinhaber haben Sie im Laufe der Jahre Ihre eigenen Vorstellungen, welche Schulungskräfte in ihr Team passen und welche nicht. Entsprechend werden sie den Ihren Fragenkatalog gestalten. Präzise und kritische Fragen helfen, gerade bei aussichtsreichen Kandidatinnen oder Kandidaten. Sie bekommen die Chancen zu guten und überzeugenden Antworten. Bleiben Sie auch kritisch, wenn Sie bereits einen guten Eindruck gewonnen haben. An dieser Stelle profitieren Sie von einer gewissenhaften Nachbereitung von vorherigen Interviews. Guten Fragen sollte man sich aufschreiben. Erfolgreiche Methoden aufschlussreiche Themen anzusprechen sind ebenfalls eine Notiz wert, auf die man im nächsten Gespräch zurückgreifen kann.

3. Selbstdarstellung nicht vergessen

Gute Bewerberinnen und Bewerber werden sich ein Bild von Ihrer Fahrschule im Vorfeld gemacht haben. Die Nachfrage nach dem Eindruck von außerhalb ebnet Ihnen den Weg, um die Fahrschule aus Ihrer Sicht vorzustellen. Ihre Ziele, Ihre Wünsche, Ihre Ansprüche an die pädagogische Leistung ist für Ihr Gegenüber von großem Interesse. Was unterscheidet Ihre Fahrschule vom Wettbewerb? Diese Antwort sollten Sie ungefragt vorweg nehmen. Nutzen Sie die Zeit des Gespräches für Ihre Sicht auf die Fahrschulbranche – und betonen Sie fachliche und persönliche Entwicklungschancen Ihrer Mitarbeitenden.

4. Zeit nehmen. Mehr Zeit nehmen.

Nehmen Sie sich Zeit für die Themen der Kandidatin oder des Kandidaten. Selbst dann, wenn Ihr Gegenüber eine allzu banal oder selbsterklärende Frage stellt: Freundlich bleiben. Vielleicht war es ein Ausrutscher, der sich später erklären lässt. In den meisten Fällen werden sich weder Sie noch Ihr Gegenüber final entscheiden. Darum: Bleiben Sie verbindlich bei einer Aussage zur Rückmeldung und Entscheidung. Halten Sie selbst im Falle einer Absage ihre versprochenen Fristen ein. Nicht nur aus Höflichkeit, sondern auch, weil man sich in unserer Branche zweimal im Leben sieht. Wenigstens zweimal.

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