Endlich mehr Fahrlehrerinnen

22. Juni 2023

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Christian Kohler
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Die jüngsten Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes deuten darauf hin, dass der Berufsstand weiblicher wird. Der Bedarf an pädagogischen Fachkräften – weiblich und männlich – ist trotzdem enorm. Gerade bei Fahrlehrerinnen klafft eine riesige Lücke zwischen Angebot und Nachfrage.

Man muss den Fortschritt mit der Lupe suchen, aber er ist vorhanden. Der Frauenanteil der Fahrlehrerschaft wird geringfügig höher. Zum Jahresbeginn 2023 beträgt er rund 11 Prozent. Das geht aus den Statistiken hervor, die das Kraftfahrtbundesamt jährlich veröffentlicht. Zum Vergleich: Als die Zahlen das erste Mal veröffentlicht wurden, das war im Jahr 2014, betrug die Frauenquote 8,39 Prozent. Über die Jahre hinweg stieg er langsam, aber stetig an. Im Jahr 2019 lag der Frauenanteil letztmals unter der 10-Prozent-Schwelle. Jetzt hat er sie übersprungen.

Die Lücke klafft

Es ist unbestritten, dass die Branche einen höheren Frauenanteil dringend nötig hätte. Allein aufgrund der Nachfrage. Fahrschülerinnen machen rund 50 Prozent der Kundschaft aus. Fahrlehrer innen nur 11 Prozent der Lehrkräfte. Die Lücke ist offensichtlich.

Optimismus angebracht

Doch schon mittelfristig besteht Grund zur Hoffnung. Immer mehr junge Fahrlehrerinnen entscheiden sich für den Beruf, der Flexibilität, Wertschätzung und Zukunftssicherheit vereint. Aus den Statistiken geht ebenfalls hervor, das der Fahrlehr-Nachwuchs schon heute deutlich weiblicher ist. Bei den Personen mit Fahrlehr-Erlaubnis zwischen 18 und 24 Jahren beträgt die Frauenquote aktuell schon stolze 36 Prozent. In der Altersstufe zwischen 22 und 44 Jahren liegt die Frauenquote bei 22,36 Prozent.

Foto von Junior REIS auf Unsplash  (via Unsplash Plus Lizenz)