Fahrschulen arbeiten mit hoher Drehzahl

Mehr als die Hälfte aller Fahrschulen haben das Geschäftsjahr 2024 mit voller Auslastung begonnen. Die Stimmung ist gut. Allerdings bereiten Kostensteigerung und Fahrlehrermangel gewisse Sorgen.

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Die guten Nachrichten zuerst – und es sind gar nicht wenige: Mehr als drei Viertel aller Fahrschulen sind mit dem zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 zufrieden, viele sogar sehr zufrieden. Die positive Stimmung wird ins laufende Jahr mitgenommen. Die weit verbreitete Zufriedenheit wird belegt durch eine Umfrage der MOVING International Road Safety Association, die Ende März veröffentlicht wurde. 400 Fahrschulen wurden dazu in den Monaten Januar und Februar dieses Jahres befragt.

Das Stimmungsbild wird naturgemäß von der Lage bei der Führerscheinklasse B bestimmt. Im zentralen Segment sprechen 51 Prozent der befragten Fahrschulen von einer Vollauslastung für das erste Halbjahr 2024. Mittlere und große Fahrschulen sind näher an ihrer Kapazitätsgrenze als kleinere Fahrschulen. In den neuen Bundesländern sind die Erwartungen für 2024 optimistischer als in den alten. Lediglich beim Geschäft mit der Führerscheinklasse C sind die Prognosen rückläufig – in ganz Deutschland.

Kostenfragen im Blickpunkt

Aus der Umfrage der MOVING geht weiterhin hervor, dass die Umsätze nicht zuletzt aufgrund der höheren Preise steigen. Im zweiten Halbjahr 2023 wurden die Tarife in der Klasse B im Durchschnitt um sechs Prozent erhöht. Der Grund liegt auf der Hand: Die Fixkosten gehen nach oben, die Löhne auch. Laut Umfrage wird prognostiziert, dass die Gehälter weiter steigen.

Die Sorgen, die die Fahrschulen umtreiben, erscheinen dementsprechend folgerichtig. Neue Sorge Nr. 1 ist der allgemeine Anstieg der Fixkosten: die steigenden Gehälter, die höheren Energiekosten und viele weitere Sachkosten. Die Bedenken um die Kostensteigerung hat den Fahrlehrermangel als wichtigsten Sorgenpunkt abgelöst. Obwohl im Januar immer noch 10.792 Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer fehlen. Eine enorme Zahl, wenn auch 1.000 weniger als vor einem Jahr.

Simulatoren auf dem Vormarsch

Der Mangel an pädagogischem Personal beschleunigt die Verwendung von Fahrsimulatoren. In fast einem Viertel aller deutschen Fahrschulen ist ein Fahrsimulator in Betrieb. Weitere 7 Prozent der Befragten geben an, in den nächsten zwei Jahren in einen Fahrsimulator investieren zu wollen. Die MOVING stellt abschließend fest: „Die Erfahrungen mit den Simulatoren sind sehr positiv und der Einsatz kann dafür sorgen, dass auch die Führerscheinkosten gesenkt werden.“

Beitragsbild: Getty Images für Unsplash Plus

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Christian Kohler

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