Kredithürde für Fahrschulen wird höher

27. April 2023

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Christian Kohler
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Für Fahrschulen wird es immer schwerer, Kredite bei Banken zu bekommen. Die Kredithürde für mittelständische Unternehmen liegt auf einem neuen Allzeithoch.

Fahrschulen investieren in ihre Zukunft. Das bedeutet in nicht wenigen Fällen, dass in der Gegenwart Finanzierungsbedarf besteht. Doch Kredite sind immer schwieriger zu bekommen. Die Bereitschaft von Banken, Kredite zu vergeben, geht zurück. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ermittelt in Zusammenarbeit mit dem ifo-Institut (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) seit Jahren einen aussagekräftigen Indikator: die Kredithürde. Sie ist in drei Quartalen hintereinander angestiegen. Zuletzt sogar sprunghaft.

Angespannte Lage bei Kreditvergabe

Die Kredithürde gibt den Prozentsatz der Unternehmen an, die das Bankverhalten bei Kreditvergaben als „restriktiv“ einordnen. Für kleine und mittlere Unternehmen erreicht die Kredithürde mit 31,3 Prozent einen neuen Rekordstand. Besonders der Dienstleistungssektor – und damit die Fahrschulen – sind von strengeren Vergabepraktiken betroffen. Weitere Zinsanstiege und die anhaltende Ungewissheit der konjunkturellen Entwicklung sollten dazu führen, dass die Praxis der restriktiven Kreditvergaben weiter anhält.

Liquidität gewinnt an Bedeutung

Für Fahrschulunternehmen ist diese Tatsache ein durchaus ein Alarmzeichen. Notwendige Investitionen in Modernisierung, Digitalisierung und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens müssen eventuell ohne Unterstützung der Hausbank durchgeführt werden. Die veränderte Situation kann die Fahrschule vor neue Herausforderungen stellen. Das eigene Liquiditätspolster wird zunehmend wichtiger, auch als Sicherheitsplus im Falle außerplanmäßiger Entwicklungen.

Foto von Lukas D. auf Unsplash