Liqiuidität sichern

10. Juni 2024

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Christian Kohler
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Im Fachmagazin „Fahrschule“ (Ausgabe 5/ Mai 2024 , S. 22-23) hat sich Chefredakteur Gerhard Grünig ausführlich mit der Abrechnung in einer Fahrschule beschäftigt. Hier sein Beitrag.

Liquidität sichern

Forderungsmanagement kann anstrengend sein und seinem Geld hinterher laufen zu müssen, kann sogar zu existenziellen Problemen führen. Viele Fahrschulen nutzen deshalb die Abrechnungsmöglichkeit über einen Abrechnungsservice. Was neudeutsch als Factoring bekannt ist, entlastet Fahrschulen, kümmert sich darum, dass ausstehende Zahlungen fließen und übernimmt inzwischen sogar die Funktion eines Marketinginstrumentes.

Die Gründe für eine Fahrschule, sich auf die eigenen Kernkompetenzen zu fokussieren, sind mannigfaltig. So fällt es immer schwerer, qualifiziertes Personal unter anderem fürs Rechnungswesen, zu finden. Da liegt es nahe, Tätigkeiten, die nicht in den Bereich Fahrerlaubnisausbildung oder Weiterbildung fallen, extern an einen zuverlässigen Partner zu vergeben. So kann man sich auf die Fahrschul-Organisation und die Kundenpflege konzentrieren.

Gerade in der jüngeren Generation haben sich die Zahlungsgewohnheiten geradezu dramatisch verändert. Quasi sofort für eine Leistung zu bezahlen ist nicht mehr „hip“. Stattdessen heißt es immer öfter – gepusht durch moderne Internet-Plattformen: „Kaufe heute, zahle morgen“. Für Fahrschulen heißt dies, dass erbrachte Leistung nicht unbedingt sofort honoriert wird. Auch da hilft Factoring von externen Dienstleistern wie DATAPART, dass die ausstehende Bezahlung pünktlich auf dem Konto der Fahrschule ist. Somit entstehen keine Liquiditätslücken.

Externer Dienstleister

Ungeachtet ob die Geschäfte gerade gut oder nicht so gut laufen, man sich also als Fahrschulinhaber um die Ausbildung oder die Kundenakquise kümmern muss, lässt einen das extern verlagerte Forderungsmanagement ruhiger schlafen. Nicht zu vergessen ist Factoring ein guter Schritt in die Digitalisierung des eigenen Unternehmens – und einer, der sich sogar lohnt. Der Prozess ist automatisiert, spart ergo Zeit und Ärger.

Aktuelle Erhebungen zeigen, dass die Jugend mit Geld anders umgeht wie Eltern und Großeltern. Oft sorgloser. Die jüngste Studie der Jugendforscher Schnetzer und Hurrelmann bestätigt, dass finanzielle Problem bei jungen Menschen messbar zunehmen. Die Macher der Studie kommen zum Schluss, dass Jugendliche beim Onlinekauf oft die Möglichkeit in Anspruch nehmen, später zu bezahlen – trotz oder vielleicht auch wegen einer Sorge um Ersparnisse und Geldanlagen. Andererseits hat die nachwachsende Generation einen deutlich liberalere Einstellung zu Inkasso. Eine repräsentative Studie der Fresenius Hochschule Hamburg im Auftrag von PAIS Finance belegt: Fast die Hälfte der Befragten (45% der bis 30-Jährigen) haben schon mal vergessen, Rechnung zu bezahlen und eine Zahlungserinnerung erhalten zu haben. Ein knappes Viertel der Befragten (23%) wurde schon vom Inkassounternehmen kontaktiert. Manchmal ist es auch Geldmangel, der zu nicht bezahlten Rechnungen führt. Generell haben jüngere Menschen offensichtlich kein Problem mit Verschuldung und Inkasso. Ein Trend, den übrigens auch die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) bestätigt. Indiz ist unter anderem eine deutlich angestiegene Zahl von Ratenkredite bis zu einer Summe von 1000 Euro.

Grundsätzlich ist das nicht besorgniserregend, denn die Schufa kommt zum Schluss, dass rund 98 Prozent aller Ratenkredite vertragsgemäß zurückbezahlt werden. Doch vor allem in der jungen Generation kommt es vereinzelt zu Problemen. Fahrschulen mit überwiegend jungen Kunden sollten sich dennoch für so eine Entwicklung wappnen. Dennoch lässt sich der Trend zum „Jetzt fahren, später bezahlen“ risikolos verwirklichen, wenn man zum Beispiel mit Factoring-Partnern wie DATAPART zusammenarbeitet. Wer sich dem neuen Zahlungsgebaren verschließt, läuft Gefahr Fahrschülerinnen und Fahrschüler an Wettbewerb zu verlieren. Wer das Thema ohne Forderungsmanagement angeht und Zahlungsausfälle hat, riskiert den geschäftlichen Erfolg. So wird Factoring zum Marketinginstrument.

Bargeld lacht nicht mehr

Stellt sich die Frage, warum das alte Motto „Bargeld lacht“ nicht mehr zeitgemäß ist. Tatsächlich kann selbst eine gut laufende, mittelgroße Fahrschule mit einem Vorkasse-System Probleme bekommen. Genau dann, wenn der Großteil der Vorschüsse für Gehälter oder Fuhrpark ausgegeben wurde. Kommt es dann  zu Personalengpässen und die Fahrschule kann vereinbarte Fahrstunden nicht geben, kommt es zu einen empfindlichen Liquiditätsengpass. Ganz zu schweigen von der komplizierten Führung eines Kassenbuches, was zudem fehleranfällig ist. Von kritischen Prüfungen seitens der Finanzbehörden erst gar nicht zu reden.

Factoring ist übrigens nicht nur für große Fahrschulen interessant. Es rechnet sich selbst für kleinere und mittlere Fahrschulen und wirkt wie eine Art finanzieller Sicherheitsgurt. Es entspannt, weil man sich nicht mehr um Mahnungen kümmern muss und so Planungssicherheit auf der Einnahmenseite entsteht. Ein Abrechnungsservice wie der von DATAPART ermöglicht Fahrschulen exakt die unkomplizierte Zahlungsweise anzubieten, die von Fahrschülerinnen und Fahrschülern geschätzt wird – und das ohne Risiko eines Zahlungsausfalls.