80 % der Fahrschüler wollen ein persönliches Beratungsgespräch

DATAPART Blog persönliches Beratungsgespräch

Autor: Bernd Sautter

29. Juni 2022

Beratung gehört in die Fahrschule. Wohin auch sonst? Per Video, Teams oder Zoom etwa? Das ist keine gute Idee. Die Erfolgsquote der Videoberatung bleibt überschaubar. Fahrschüler wollen die Fahrschule sehen und vor Ort kennen lernen.

 Man sollte sich von anderen Branchen nicht blenden lassen. In manchen Branchen boomen die Online-Termine. Aber der Erfolg bleibt überschaubar. Anders in der Fahrschule. Hier gilt: Es ist keine gute Idee das Erstberatungsgespräch in den virtuellen Raum zu verlegen. In diesem Punkt funktionieren Fahrschulen wie Fitnessstudios. Hand aufs Herz: Wer würde schon einen Vertrag für ein Fitnessstudio nach einer Videokonferenz unterschreiben? Zur Entscheidung will man das Studio gesehen haben. Man will die Trainerinnen und Trainer kennen, die Atmosphäre spüren und die Geräte selbst in Augenschein nehmen. Dasselbe gilt bei Fahrschulen. 

Am Bildschirm fehlt das Bauchgefühl

Mehr noch als die Kunden von Fitnessstudios entscheiden sich Fahrschülerinnen und Fahrschüler nach den handelnden Personen, der Atmosphäre und den Räumlichkeiten. Aus Sicht der Beratung kann die virtuelle Welt in ihrer Überzeugungskraft nicht mithalten. Man sieht nur die Person. Logische Argumente lassen sich zwar vermitteln, aber die Sympathie will nicht überspringen.

Nachgewiesen: Fahrschüler wollen den Ort sehen

Bei einem Vor-Ort-Termin ist das leichter. Vor kurzem hat die MOVING International Road Safety Association e.V. zu diesem Thema aktuelle Zahlen veröffentlicht. Demnach wollen angehende Fahrschüler im Alter von 18 Jahren und darunter zu mehr als 80 Prozent ein Beratungsgespräch in den Räumlichkeiten der Fahrschule. Die Vermutung, dass die Jüngeren ihre Dinge lieber am Bildschirm erledigen, erweist sich als falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Die Jugend bevorzugt überwiegend die persönliche Begegnung. Wer angehende Fahrschüler von seiner Fahrschule überzeugen möchte, tut gut daran, diesen Vorlieben zu entsprechen.

Eventuell zweigleisig fahren

Natürlich gilt nach wie vor: In vielen Fällen entscheiden die Eltern mit, oder wollen mindestens wissen, ob sie der Entscheidung ihrer Kinder zustimmen können. Falls es an dieser Stelle schwierig wird, einen Sofort-Termin zu finden, bleibt der Fahrschule die Möglichkeit, einen zweiten Termin mit den beschäftigten Eltern per Video zu finden. Und zwar am besten, nachdem die Tochter oder der Sohn bereits in der Fahrschule zu Gast war.

Bild: Udo Schönewald

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