Plötzlich boomt CarSharing

26. Februar 2024

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Christian Kohler
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Eine gute Nachricht für Fahrschulen: Car-Sharing setzt sich durch. Endlich! Weil viele Fabrikate ihre Eigenheiten besitzen, wird der Schulungsbedarf keineswegs geringer. 

Aus Sicht der Fahrschule spielt es keine Rolle, ob die Leute später ins eigene oder ins geliehene Fahrzeug steigen. In beiden Fällen benötigen sie einen Führerschein – und das ist die Hauptsache. Dass CarSharing boomt, ist für die Branche trotzdem ein sehr gutes Zeichen. Es bedeutet: Der Führerschein ist für immer mehr Personen unverzichtbar – auch für diejenigen, die später nicht ins eigene Auto steigen. Der Schulungsbedarf ist entsprechend hoch. Fahrerassistenzsysteme und andere Bedienelemente noch weit entfernt von einer Standardisierung über die verschiedenen Fabrikate und Modelle hinweg. 

Plus 31 % für CarSharing

Im Januar 2023 waren 4.472.800 Fahrberechtigte bei den entsprechenden Sharing-Diensten angemeldet. Das bedeutete einen stolzen Zuwachs von CarSharing-Kunden von über 1 Mio. und ein Plus von rund 31% gegenüber dem Vorjahr. In 1.082 Städten und Gemeinden war zu diesem Zeitpunkt mindestens ein CarSharing-Angebot verfügbar. Das sind 147 Orte mehr (+15,7 Prozent) als am 1. Januar 2022.

Der Bundesverband CarSharing (bcs) meldet ferner: Deren Anbieter sind Vorreiter in Sachen Elektromobilität. 20,5 % der gesharten Fahrzeuge werden elektrisch angetrieben – fast alle batterieelektrisch. Sogenannte Plug-in Hybride stehen bei den Anbietern kaum noch zur Verfügung.

Aussichten langfristig positiv

Nach langer Anlaufphase markiert das Jahr 2023 einen Durchbruch der Sharing-Idee bei Fahrzeugen. Darum sind die Erwartungen durchweg im grünen Bereich. Die positiven Prognosen werden untermauert von einer aktuellen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom, die im Januar 2024 veröffentlicht wurde. Demnach sehen 84 Prozent der Deutschen Sharing als umweltfreundliche Alternative zu bestehenden Mobilitätsangeboten. Die Verbraucherbefragung beziffert den Anteil der CarSharing-Nutzer auf 17 Prozent – in den Regionen, in denen es verfügbar ist. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder sieht vor allem auf dem Land großes, zusätzliches Potential für CarSharing. 

CarSharing als Teil der Mobilitätswende

Weil das Leihen und Teilen von Fahrzeugen den Verkehr entlastet – unter anderem, weil es den Parkdruck verringert und damit auch Verkehrswege spart – sind viele Seiten daran interessiert, die Idee des Car-Sharings voran zu bringen. Die Wachstumschancen ist enorm. Vor allem in Kleinstädten und auf dem Land hat die Idee noch riesiges Potenzial.